GdL23-01Jetzt während der grauen Wintertage macht ein offener Kamin den tristen Alltag wieder etwas lebenswerter. Doch offenes Feuer ist nicht ganz so ungefährlich wie man vielleicht meint, denn man darf die Feinstaubbelastung nicht vergessen. Diese wird durch einem offenen Kamin im raum deutlich erhöht. Die feinen Partikel des Feinstaubs sind extrem gefährlich und können die Gesundheit negativ beeinflusst. Feinstaub wird zum Beispiel nachgesagt, dass er Lungenkrebs, Asthma und Allergien auslöst.

Staubsauger, die keinen Feinfilter einhaltet und der Rauch von Kerzen und Zigaretten, wie auch Öfen, sorgen dafür, dass sich der Feinstaubgehalt in einer Wohnung stark erhöht. Aus diesem Grund ist das richtige Anfeuern des Kamins unerlässlich. Brennt das Holz zum Beispiel zu langsam an, entstehen viele Kleinstoffe, die an die Luft abgegeben werden. Zudem sollte man darauf achten, dass der Ofen nicht zu voll gepackt wird. Besser man feuert den Kamin nur mit einer kleinen Menge Holz an und legt erst nach, wenn dieses gut brennt.

Verschüren Sie nur trockenes Brennholz

Das Holz für den Kamin muss zu hundert Prozent trocken sein. Das heißt, dass Holz muss über zwei Jahre an einem wirklich trockenen Ort eingelagert gewesen ein. Schon eine minimale Restfeuchtigkeit sorgt dafür, dass sich der Feinstaubgehalt um gut fünfundzwanzig Prozent erhöht. Möchte man ein lange brennendes Feuer, ist es ratsam Briketts zu verwenden. Aber nur bei Öfen, die auch wirklich dafür zugelassene sind. Wer die technischen Informationen zu seinem Kamin nicht mehr zur Verfügung hat, kann notfalls auch seinen Schornsteinfeger befragen.

Feinstaub-Grenzewerte – bedenken sie die staatlichen Vorgaben

Viele Öfen älteren Baujahrs stoßen eine hohe Menge Feinstaub aus, ein Problem, dass unbedingt behoben werden muss. Der deutsche Gesetzgeber hat seit 2010 neue Grenzwerte für Heizungsanlagen verabschiedet, die mit Festbrennstoffen befeuert werden, wie zum Beispiel Kohle, Pellets, Holzscheite oder Hackschnitzel. Erfüllt ein Ofen die festgeschriebenen Brennwerte nicht, muss dieser mit einem Staubfilter nachgerüstet werden. Ist dies nicht möglich, kommt der Schornsteinfeger noch einmal zu einer Nachmessung. Spätestens jetzt, wenn die Werte nicht stimmen, kommt zwei Wochen später ein Brief vom Landratsamt, der besagt, dass der Kamin nicht weiter betrieben werden darf.

Das Umweltbundesministeriums schreibt einen Emissionsgrenzwert von maximal 150 Milligramm pro Kubikmeter vor. Der Kohlenmonoxid Grenzwert pro Kubikmeter liegt bei vier Gramm. Kann der Nachweis bezüglich der Grenzwerte nicht vorgelegt werden, wie zum Beispiel durch Messergebnisse des Schornsteinfegers oder durch die Bescheinung des Herstellers, muss der Betrieb des Ofens eingestellt werden.

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